Himmelfahrt 2017

Stratosphäre
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20 000 Meter über Grund

Der Himmelfahrtstag 2017 verlief für einige aus der Gemeinde etwas anders als sonst.

Eine Premiere!

Soweit wir informiert sind, wurde in der Evangelischen Kirche von Westfalen,  wenn nicht sogar in ganz Deutschland, bislang noch kein Wetterballon in einem Gottesdienst gestartet.

Wir haben das Projekt angepackt!

Open-Air
Open-Air-Gottesdienst

Angefangen haben wir in Nörde mit unserem traditionellen Open-Air-Gottesdienst bei den Tennisplätzen. An die 75 Gemeindemitglieder kamen, bestückten das Buffet mit allerlei leckeren Dingen und folgten einem Gottesdienst, der versuchte Jung und Alt einzubinden und thematisierte, dass sich Wissenschaft und Glaube nicht unbedingt ausschließen müssen, gerade auch nach der Reformation.

Daher ließen wir einen Wetterballon starten, welcher mit einigem elektronischem Equipment ausgestattet wurde, um Wetterdaten zu sammeln, Fotos zu machen und natürlich um ihn wieder einsammeln zu können.

Start des Wetterballons
Start des Wetterballons

Der Start verlief, dank des „Technischen Teams“ reibungslos im Gottesdienst. Der Ballon stieg schnell und war dann auch nicht mehr mit blosem Auge zu verfolgen. Nun hatten wir Zeit, denn wir mussten warten bis der Ballon seine Reise beendete und Richtung Erde sank, erst dort konnte er uns seine Standortdaten durch das Handynetz übermitteln.

Da traf es sich gut, dass das Buffet so reichhaltig bestückt war und alle sich an diesem stärken konnten.

Buffet
Buffet – Salate, Brote und andere Köstlichkeiten
Warten
Warten – Warten – Warten

 

Warten

Nach der Stärkung halfen viele mit, alles wieder einzupacken.

Bierbänke, Tische, Altar und alles andere auch.
Nun begann für das Verfolgerteam die Zeit des Wartens. Zum Glück kam die Sonne schön heraus und das Team lag auf der Wiese, quatschte oder träumte.

Nach 2 Stunden wurde man aber doch nervös und war sehr erleichtert, als endlich Kontakt zum Ballon hergestellt werden konnte. Der Weg führte ins mittelhessische Hammersbach, um genau zu sein:

Ein Feld nahe Marköbel war das Ziel: Openstreetmap -Karte

236 km Fahrt verliefen, durch den Feiertag, reibungslos und angekommen, konnte der Ballon ohne Problem aus einer Wiese geborgen werden. Dies war für alle ein besonderer Moment.

Um 21:00 Uhr waren dann auch alle heil und gesund wieder zu Hause. An einigen Erfahrungen reicher, bewusster, dass Wissenschaft unseren Glauben nicht gefährdet und müde.

Hier sind ein paar Daten über den Flug des Wetterballon:

  • Maximale Höhe: 21 000 Meter
  • Flugweite: 167 km
  • Niedrigste Temperatur: -34°C
  • Niedrigster Luftdruck: 174 hPa
  • Niedrigste Luftfeuchtigkeit: 0%
  • Flugdauer: Etwa 3 Stunden

Die Flugroute kann man hier betrachten:

Flugroute 25.05.2017

 

Weitere, durchaus auch spektakuläre, Aufnahmen finden sich unter:

Bilder der Wetterballonsonde 2017

Wir bedanken uns beim Presbyterium und der Diakonie Warburg, welche dieses Abenteuer erst möglich gemacht haben.

Ganz besonders möchte ich mich beim Team bedanken, welches auch mir einen wunderbar gesegneten Tag bereitet hat!

Rainer Schmitz

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