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TRAUER GESTALT GEBEN

Trauer Gestalt geben

Wir suchen uns nicht aus, ob wir trauern. Aber wir können der Trauer Gestalt geben. Unseren eigenen Weg suchen. In den Tagen rund um den Ewigkeitssonntag gehen wir der Frage nach, wie wir Trauer gestalten können. Vom 18. bis zum 27.11. finden verschiedene Angebote statt: Exkursionen und Workshops, Lesungen und Vorträge, eine Wanderung und ein Trauercafé.

„Mitarbeitende gesucht“ hieß es im letzten Gemeindebrief. Viele Ehrenamtliche haben sich gemeldet – herausgekommen ist ein Programm, das sich sehen lassen kann. Herzlichen Dank allen Beteiligten!

Eine Anmeldung ist nur erbeten/erforderlich, wenn ausdrücklich erwähnt.

 

Die Veranstaltungen

FREITAG, 18. NOVEMBER, 18 Uhr, CORVINUSHAUS WARBURG

Vortrag und Gespräch: Digital Trauern? Vom Sinn einer noch weitgehend unbedachten Möglichkeit.

Vorab, natürlich ist Trauer keine virtuelle Übung. Trauer ist eine den ganzen Menschen erfassende im Wortsinn „Niedergeschlagenheit“. Mehr und mehr aber ist die virtuelle Welt Teil des Menschen. Dies gilt vielleicht schon jetzt für aktuell Verstorbene. Ganz sicher aber für Hinterbliebene. Den Nachlass zu bedenken wird zukünftig auch eine Tätigkeit im virtuellen Raum. Zukünftig wird der Nachlass neben Haus und Konto auch Bilder, Filme und Texte des/der Verstorbenen, verstreut irgendwo im Internet umfassen. Was davon soll erhalten bleiben? Und wo soll dies gesammelt werden? Diese Fragen müssen zukünftig Sterbende genauso wie Hinterbliebene klären. In meinem Fall aber hatten die Eltern keinerlei eigene Aktivität im Internet. Es war und ist meine Welt. Mit der erdenschweren wollte ich eine digitale Grabstätte schaffen. Und mit der Fertigstellung der Arbeiten daran spürte ich, dass ich bereit war, dieses Kapitel unserer Leben zu schließen. Ich möchte Ihnen gern zeigen, was ich dort getan habe, möchte mit Ihnen stöbern in diesem „Fundus“ und darüber diskutieren, wo neue Chancen aber auch Grenzen sind, wo Hilfen und Autonomie gefragt sein könnten. Ich freue mich auf Ihr Interesse.

(Axel Emmerich)

Anmeldung im Gemeindebüro bis zum 16. November erbeten (Mindestteilnehmerzahl)

 

SAMSTAG, 19. NOVEMBER, TREFFEN UM 10 UHR VOR DEM BAHNHOF WARBURG, ABFAHRT 10:24

Exkursion zum Museum für Sepulkralkultur Kassel

Wir fahren nach Kassel ins Museum für Sepulkralkultur. Bei unserer Vorabtour haben wir einstimmig festgestellt, dass die Dauerausstellung sehenswert ist. Nun sind wir gespannt auf die Sonderausstellung „Wollen Sie ewig leben? Dialog mit dem Ende“. Auch für Kinder und Jugendliche ist das Museum lohnenswert. Wer sich vorab informieren möchte, kann einen virtuellen Rundgang unternehmen und sich auf der Homepage des Museums kundig machen: www.sepulkralmuseum.de

Wir treffen uns um 10 Uhr vor dem Bahnhof Warburg. Dort verabreden wir, wer sich ein Sammelticket teilen möchte und wer ein Einzelticket bevorzugt, um flexibel zu bleiben. Vielleicht findet sich auch eine Gruppe, die nach dem Museumsbesuch noch einen Kaffee trinken oder einen Stadtbummel unternehmen möchte.

Zusätzlich zu den Kosten für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fallen Eintrittskosten an (8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Familienkarten möglich). Ihre Teilnahme sollte nicht an den Kosten scheitern, bei Bedarf sprechen Sie uns bitte an.

Das Museum ist barrierearm. Der Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle beträgt etwa 10min und ist etwas bergig.

(Pfarrerin Katrin Pferdmenges)

 

EWIGKEITSSONNTAG, 20. NOVEMBER

Gottesdienste

 

MONTAG, 21. NOVEMBER, 17:30, KATHARINA-VON-BORA-HAUS, BORGENTREICH

Workshop Erinnerungskerzen gestalten

Am Montag   21.11 wollen wir gemeinsam eine ganz persönliche Gedenk-und Trauerkerze gestalten. Diese Kerze wird nach individuellen Vorstellungen zusammengesetzt.  Wir treffen uns um 17.30 im Borgentreich

In Katharina-von-Bora-Haus. Kerzen 1 bis 3 Stück bitte mitbringen.

Materialkosten 10 Euro pro Person. Anmeldung ist nicht nötig.

Bei Fragen stehe ich gern zu Verfügung (Telefonnummer über das Gemeindebüro erfragbar).

Olga Honl (Sozialpädagogin)

  

MONTAG, 21. NOVEMBER, 19 UHR, CORVINUSHAUS WARBURG

Vortrag: Vom Abschied nehmen und Trauern – Trauer und Medizin

Abschiedsprozesse sind Teil unseres Lebens, nicht nur in der letzten Lebensphase. Verlust und Trauer gehören zu unserem Leben, auch in gesunden Zeiten. Erkrankt ein Mensch schwer, ist Trauer eine normale Reaktion auf kommende Veränderungen (z.B. Verlust von Unbeschwertheit, normalem Alltag, körperlichen Fähigkeiten, Attraktivität).

Trauer ist in Verlauf, Ausprägung und Dauer bei jedem Menschen anders. Ist man in gesunden Lebenszeiten vielfach der Annahme, Sterben, Tod und Trauer passiere nur anderen, so erkennen viele Menschen aktuell, dass diese Themen Teil des Lebens sind. Durch die Corona Pandemie und die Kriegsereignisse wird uns das täglich vor Augen geführt.

An diesem Abend möchte ich Ihnen anhand von Fallbeispielen aus meinem Arbeitsleben einen Einblick in meine Tätigkeit als Arzt geben. Dabei soll das Thema Trauer aus der Sicht der Medizin und unserem Umgang mit dem Thema einen zentralen Stellenwert erhalten. Dabei ist es mir wichtig, mit Ihnen ins Gespräch kommen und Ihre Fragen zu beantworten.

Dr. Manfred Wappler (seit 2014 Chefarzt der Geriatrie des evangelischen Krankenhauses Gesundbrunnen in Hofgeismar.  Neurologe, Psychiater, Geriater und Palliativmediziner)

 

DIENSTAG, 22. NOVEMBER, 16 Uhr, KATHARINA-VON-BORA-HAUS, BORGENTREICH

„Herzenserinnerung“ – Aquarellmalerei für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene

Mein Name ist Uta Streitbürger, bin Sozialpädagogin und zweifache Mama aus Warburg. Ich lade herzlich zum Kreativ-Malworkshop ein, um Trauer einen Ausdruck zu geben. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, das Material ist Aquarellpapier und Aquarellfarben. Ich freue mich auf rege Beteiligung.

Uta Streitbürger (Sozialpädagogin)

 

MITTWOCH, 23. NOVEMBER, 19 UHR, CORVINUSHAUS WARBURG

Autorenlesung:  Ich brauche meine Zeit – endlich leben. Gedanken zu Trauer, Tod und Leben

 Meditative Texte und ausdrucksstarke Bilder laden ein, sich dem Leben mit allen seinen Facetten, den hellen und dunklen, auseinanderzusetzen. Sie bieten Begleitung in Zeiten der Trauer an und ermutigen auch ambivalente Gefühle zuzulassen und sich dem Leben wieder zuzuwenden.

Andreas Nicht (Diplompädagoge und Sonderschullehrer, zuletzt Dozent am Pädagogischen Institut der EKvW in Schwerte-Villigst für den Bereich Sonderpädagogik/Inklusion)

 

DONNERSTAG, 24. NOVEMBER, 14:00 bis ca. 16:30 Uhr, HARDEHAUSEN

Wanderung mit dem Hospizverein: Miteinander gehen – gemeinsam Trauer bewegen

Die Hospizbewegung Warburg bietet einen Spaziergang , am Donnerstag, 24. November 2022, in Hardehausen an. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Gasthaus Varlemann in Hardehausen-Mitte (Blankenroder Str.1). Von dort besteht die Möglichkeit, an zwei unterschiedlich langen Spaziergängen teilzunehmen: ein ca. halbstündiger zur Kirche oder ein ca. einstündiger Waldspaziergang. Gemeinsam achstsam gehen, miteinander reden, zuhören oder auch schweigen. Im Anschluss ist ein Kirchbesuch mit einem geistlichen Impuls geplant. Danach besteht die Möglichkeit zu einem Austausch im Kreuzgang bei einem Stehkaffee. Der Spaziergang findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen und Anfragen zu Mitfahrgelegenheiten sind über das Gemeindebüro möglich. Wir freuen uns, mit Ihnen ein Stück Weg zu gehen.

Sabine Hauptmann und Team

 

DONNERSTAG, 24. NOVEMBER, 19:30, CORVINUSHAUS WARBURG

Singen tut gut! Offene Chorprobe

Gemeinsam Singen tut gut. An diesem Abend holen wir etwas Licht in die Dunkelheit: wir proben Adventslieder. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und niemand muss vorsingen 😊

Anett Ristok (Chorleiterin)

 

SAMSTAG, 26. NOVEMBER, 11 UHR, RHODEN

Frau Holle im Krematorium

An diesem Tag erhalten wir eine Führung im Krematorium Rhoden (Holpergrund 21). Anschließend wird die zertifizierte Trauerbegleiterin Elisabeth Kessemeier das Märchen „Frau Holle“ im Abschiedsraum vortragen. Das Märchen verfügt über einen reichen Schatz an Bildern und Symbolen, die zum Nachdenken und Gedenken einladen. Die Lesung wird musikalisch von Heike Kevenhörster und Karin Frese an der Klarinette begleitet.

Elisabeth Kessemeier (zertifizierte Trauerbegleiterin), Musik Heike Kevenhörster/Karin Frese (Klarinettistinnen)

Maximal 30 Teilnehmer, Anmeldung im Gemeindebüro bis zum 24.11. erforderlich

 

SONNTAG, 27. NOVEMBER, 15.30-17.30, WARBURG

Trauercafé des Hospizvereins

Das Trauercafé der Hospizbewegung Warburg e.V. ist wieder geöffnet. Treffpunkt sind die bisherigen Räumlichkeiten der Caritas in der Sternstraße 39 in Warburg. Es findet jeweils am letzten Sonntag des Monats von 15:30 bis 17:30 Uhr statt. Das Trauercafé ist ein offenes, unverbindliches Angebot. Jede und jeder ist willkommen, unabhängig von Konfession und Weltanschauung.

Team des Hospizvereins

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